Die künstlerisch-wissenschaftliche Doktoratsschule der Kunstuniversität Graz

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Das Doctor artium Programm

Innovation und persönliche Entwicklung

Wir möchten der nächsten Generation von künstlerisch Forschenden eine persönliche und berufliche Entwicklung durch das Doktoratsstudium ermöglichen und wünschen uns, dass unsere DoktoratskandidatInnen sich mit den innovativen Ideen ihrer Disziplin auseinandersetzen und deren Grenzen vorantreiben.

Aus diesem Grund haben wir ein interdisziplinäres Lehr- und Trainingsprogramm erarbeitet, das einerseits individuelle Beratung gewährleistet und andererseits die DoktorandInnen mit den notwendigen Fähigkeiten und Kenntnissen ausstattet, um den speziellen Anforderungen künstlerischer Forschung entsprechen zu können.

Struktur

Das Doctor Artium-Programm wird als dreijähriges künstlerisch-wissenschaftliches Doktoratsstudium durchgeführt. Die Doktoratsschule stellt dabei persönliche Betreuung durch zwei KUG-interne SupervisorInnen und zwei externe BeraterInnen bereit, die jeweils Spezialisten in dem künstlerischen Feld der KandidatInnen sind und ebenso Rat in Hinblick auf akademische Fragestellungen geben können. Darüber hinaus bieten wir Mentoring durch einen unserer Senior Scientists an.

Die abschließende Doktorarbeit besteht aus zwei gleichen Teilen: einem substantiellen und innovativen künstlerischen Werkkanon, der in Form von Konzert oder einer Installationen über die Dauer des Kursprogramm hinweg präsentiert und dokumentiert werden muß. Darüberhinaus schreibt jeder Doktorand eine schriftliche Doktorarbeit von etwa 100 Seiten, die sich eng auf die künstlerische PRaxis bezieht und sie durchdringt. Sowohl die künstlerische als auch die schriftliche Arbeit muß im Rigorosum zum Abschluß des Studiums verteidigt werden.

Ausbildung

Der Fokus der Ausbildung liegt auf dem individuellen Forschungsprojekt der DoktorandInnen. Darüberhinaus beinhaltet die Ausbildung (geblockte) Vorlesungen, Seminare und Übungen, die Forschungsmethoden und -fertigkeiten (künstlerisch-)wissenschaftlicher Forschung betreffen. Das Curriculum beinhaltet Fächer wie "Philosophie der künstlerischen Forschung", Methodologie, "Präsentationstechniken einschließlich der Entwicklung des Formats 'Lecture Recital', sowie Methodenentwicklung, die direkt auf die Projekte zugeschnitten sind.

DoktorandInnen sollen dennoch ihren Studien auch dann nachkommen können, wenn sie nicht in Graz ansässig sind. Wir unterstützen einen individuellen Zugang zum Doktoratsstudium mit größtmöglicher Freiheit.




Doktorand Terry Wey singt 'Pianta bella' aus Albinonis 'Il Nascimento dell'Aurora'. (Quelle: YouTube)


ARTikulationen

Das jährliche Festival ARTikulationen – mit Gastvorträgen, Konzerten und Netzwerktreffen – dient als Platform für unsere DoktorandInnen, um die künstlerisch-wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Arbeit einem Publikum von internationalen ExpertInnen, dem Kollegium der Universität und der Grazer Öffentlichkeit vorzustellen. Lesen Sie mehr darüber auf der Seite zu ARTikulationen

Stipendien und Internationalität

Herausragende Kandidatinnen und Kandidaten können durch ein KUG finanziertes Stipendiensystem sowie die verstärkte Einbindung in extern geförderte künstlerische Forschungsprojekte finanziell unterstütz werden. Darüberhinaus stehen zur Förderung internationaler Mobilität eine Anzahl individuell beantragbarer Reisestipendien zur Verfügung.

Die künstlerisch-wissenschaftliche Doktoratsschule kooperiert mit internationalen Partnern wie dem Orpheus Institut (Ghent) und der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Sie ist Teil eines europäischen Netzwerks zu künstlerischer Forschung, das Zugang zum internationalen Diskurs bietet.