How can the kontraforte be exploited in the colour palette of 21st centuryensemble writing

Lorelei Dowling, Fagott

Betreuer*innen und Berater*innen

Gerald Preinfalk und Christian Utz (Kunstuniversität Graz), Martin Iddon (University of Leeds), Robert Gillinger (Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien).

Abstract

Das Kontraforte wurde 2001 als neues Instrument entwickelt, um das akustisch eingeschränkte Kontrafagott zu ersetzen. In der Ensemblemusik des 21. Jahrhunderts wird das Kontraforte (wie auch das Kontrafagott) jedoch häufig nur sehr eingeschränkt verwendet. Es gilt noch immer als altes Schlachtross, das in einer stereotypen, symbolischen Rolle für lange, tiefe Töne eingesetzt wird, die oft nur einen Akkord unterstützen. In meiner Forschungsarbeit zur Erlangung des Dr Artium werde ich untersuchen und definieren, welche erweiterten musikalischen Farben das Kontraforte anbieten kann, und diese Klangfarben anhand von vier neuen Solo-Kompositionen analysieren, die meine Forschung unterstützen. Inwiefern werden meine künstlerischen Ergebnisse jenen anderer instrumentenbezogener künstlerischer Forschungsarbeiten ähneln bzw. sich davon unterscheiden? Welche Unterschiede wird es bezüglich meiner klanglichen Interpretation und Herangehensweise an die vier Kompositionen geben?

Vita

Die Fagottistin und Kontrafagottistin Lorelei Dowling st&mmt aus Australien und wurde bereits im Alter von 24 Jahren Mitglied des Sydney Symphony Orchestra. Sie spielte in renommierten Formationen wie dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Mozarteumorchester, dem ORF R&dio- Symphonieorchester Wien, dem Australian Opera and Ballet Orchestra, dem Ensemble Modern, dem Esbjerg Ensemble, der Musikfabrik, sowie dem Münchner und Lausanne Kammerorchester. Musikalische Höhepunkte bildeten die australische Erstaufführung von André Jolivets Bassoon Concerto sowie die Aufführung der Sequenza XII von Luciano Berio. In Spanien, Singapur, Hong Kong und Russland war Dowling die erste Fagottistin, die dieses Stück je gespielt hat. Dowling ist Mitglied des Fagott-Quartetts „The Lindsay Cooper Quartet”, das sich auf Neue Musik, Improvisationen und eigene Kompositionen spezialisiert sowie der Aufgabe verschrieben hat, die Welt mit zeitgenössischen Fagott-Stücken vertraut zu machen. Das Debüt-Konzert des Lindsay Cooper Quartets fand im Dezember 2013 im Wiener Jazzclub Porgy & Bess statt. Als gefragte Vortragende ist Lorelei Dowling ebenfalls weltweit aktiv. Sie dozierte &n der Manhattan School of Music, dem Konservatorium in Moskau, der Universitat in Singapur, dem Konservatorium in Venedig, der Escola Superior de Musica, Artes e Espectbculo in Portugal, dem Royal Northern College of Music in Manchester, der Vietnam National Academy of Music in Hanoi, Lucerne Festival Academy sowie der International Double Reed Society in Ithaca/USA und Birmingham. Seit 2013 ist Dowling die instrumentale Dozentin für den Master-Lehrgang in Komposition &m Katarina-Gurska-Institut in Madrid/Spanien. Ihre erste zeitgenössische Solo-Fagott-CD, ˋ I was like WOW ´erschien 2017 Lorelei Dowling ist seit 1994 Fagottistin des Klangforum Wien.

Photocredits: Claus Langer